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Rebellische Kinder: Warum Du umgehend aufhören solltest sie zu erziehen

Dein Kind ist extrem willensstark. Du empfindest es als rebellisch. Es lässt sich nicht erziehen.

Du hast schon alles ausprobiert: zu loben, zu strafen, zu drohen, zu belohnen. Und nichts hilft. Weil Dein Kind immer weiter rebelliert. Bei Deinem Kind kommt scheinbar nichts an – es lässt Deine Versuche von Erziehung komplett ins Leere laufen.

Dein Kind schreit, brüllt, wütet, dreht sich weg, läuft davon, hält sich die Ohren zu – nur eines tut es nicht: sich erziehen lassen. Es bleibt ziemlich unbeeindruckt von Belohnung, Bestrafung, Bedrohung oder Manipulation. Es ist ein lautes Kind, keines was den Schmerz still aushält.

Ein scheinbar respektloses Kind, das ganz penibel respektvolles Verhalten einfordert.

Es ist so wahnsinnig empfindlich und feinfühlig, aber doch so voller Power, Wut und ungeheurer Kraft.

Vielleicht kann ich Dich etwas beruhigen:

Dein Kind möchte Dich nicht fertig machen. Dein Kind meint es weder böse, noch möchte es Dich verletzen oder bloßstellen. Eigentlich ist das Verhalten Deines Kindes nicht mal sonderlich ungewöhnlich.

Was rebellische Kinder Dir zeigen möchten

Denn Dein Kind zeigt Dir in all seiner ihm möglichen Deutlichkeit, dass es Dich sehen will.

DICH.

Dass es DICH kennenlernen will.

Und zwar Dich IN ECHT.

Nicht all Deine anerzogenen Masken, die Du so oft aufsetzt. Zum Beispiel, wenn Du Dein Kind unbedingt erziehen möchtest.

Deine Masken, die Dein WAHRES ICH verbergen sollen.

Deine Masken, hinter denen Du Dich so gut verstecken kannst. Bewusst oder auch völlig unbewusst.

Denn vielleicht weißt Du auch gar nicht mehr, wer da eigentlich hinter dieser Maske steckt.

Vielleicht weißt Du gar nicht mehr, wer Du eigentlich warst, bevor Dir so viele Menschen gesagt haben, wer Du zu sein hast.

Du musstest ja schon so unzählige Masken aufsetzen: in Deiner eigenen Kindheit, in der Schule, im Sportverein, im Berufsleben, in der Öffentlichkeit.

Dein Kind aber möchte nicht Deine Masken sehen.

Dein Kind möchte DICH sehen. Es möchte Dein wahres, ECHTES ICH sehen.

All Deine Masken wurden Dir anerzogen oder Du hast sie Dir selbst bewusst aufgezogen. Aufgezogen, um “richtig” zu sein, um “normal” zu sein. Um geschützt zu sein.

Dein Kind interessiert sich aber für Dein WAHRES ICH.

Und Du tust es wahrscheinlich auch. Oder?

Es liegt in Deiner Hand

Du kannst diese Masken absetzen. Es liegt allein in Deiner Hand. Meist ist das gar nicht so leicht. Manchmal sogar richtig schwer. Verdammt schwer. Manche Masken sitzen richtig fest.

Aber weißt Du was: es gibt da einen guten Helfer – einen perfekten Lehrmeister und Begleiter:

Dein Kind.

Denn Dein Kind liebt Dich so sehr, dass es tatsächlich Dein wahres ICH kennenlernen möchte. Auch wenn Du aus irgendeinem Grund denkst, dass das gar nicht sein kann oder sein darf. Dein Kind möchte, dass es Dir gut geht. Und Dein Kind weiß, dass es Dir besser gehen wird, wenn Du endlich Deine Masken ablegst.

Dein Kind ist ein wunderbarer Spiegel. Die Gesellschaft hat Dir lange genug gespiegelt, wer Du zu sein hast. Dass Du vielleicht nicht gut bist, so wie Du bist. Dass Du besser oder anders zu sein hast.

Dein Kind spiegelt Dir, wer Du wirklich bist.

Und dass Du total gut bist, so wie Du bist. Denn das bist DU. Und Dein Kind möchte DICH kennenlernen.

 

Und da Du fast immer eine Maske trägst, spiegelt Dein Kind Dich mit Hilfe seines “rebellischen” oder “respektlosen” Verhaltens: nämlich der absoluten Nicht-Akzeptanz von dem, was Du NICHT WIRKLICH SO MEINST. Dein Kind fordert Dich auf, genau das zu reflektieren.

Genau das, was nicht aus DIR – aus Deinem Herzen – kommt.

Denn nur wenn DU wirklich DU bist, können Deine Kinder sicher sein sein, dass sie Dein wahres ICH spüren und kennenlernen können.

Die Suche nach Dir selbst 

Durch Deine eigene Erziehung und die Prägungen der Gesellschaft ist es oft wahnsinnig schwer zu merken, wer Du eigentlich bist. Es ist gerade in der Beziehung zu Deinen Kindern schwer, keinem Muster zu folgen. Keinem Ratschlag, den Du zuvor gehört oder gelesen hast. Keiner Norm. Sondern einfach nur Dir selbst zu folgen.

Wie oft hast Du zu Deinen Kindern schon etwas gesagt, was Deine Eltern früher zu Dir gesagt hatten? Obwohl Du Dir geschworen hast, genau das niemals zu Deinen Kindern zu sagen?

Unsere Kinder helfen uns dabei, uns selbst wieder zu finden. Gerade die lauten, “rebellischen” Kinder – die Kinder, die ihr Herz sozusagen auf der Zunge tragen, die nur volle Authentizität akzeptieren. Diese Kinder werden uns immer den Spiegel vorhalten.

Eigentlich machen sie es uns sogar ziemlich leicht – sie sind schon so laut, werden aber nicht gehört. Bei den stilleren, kooperativen Kindern müssen wir schon genauer hinhören.

Das Geschenk unserer Kinder annehmen

Ob sie uns nun laut oder leise darauf hinweisen:

Unsere Kinder machen uns ein großes Geschenk. Sie fordern uns unerbittlich auf, auf uns selbst zu hören. Und wieder zu uns selbst zu finden.

Wir müssen dieses Geschenk nur annehmen. Und unsere stillen wie auch unsere “rebellischen” Kinder mit ganz viel Respekt, Wertschätzung und Liebe begleiten.

Und die damit verbundene wunderbare Möglichkeit wahrnehmen, uns selbst wieder kennenzulernen.

Wenn wir das tun, werden wir unsere Kinder nicht mehr als Gegner sehen und keine Machtkämpfe mehr austragen müssen.

Im Gegenteil, die Beziehung zu unseren Kindern wird sich gravierend verbessern.

Und auch die Beziehung zu uns selbst.

 

Wie siehst Du das? Schreib mir gerne, ich freue mich auf Deinen Kommentar!

Herzlichst,

Sabine

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21 comments

  1. joerg says:

    hallo
    ich steh nich so auf dieses ‘ sei du selbst … verstecke dich nich hinter masken ‘ . ich bin ich selbst … auch wenn ich eine maske trage da die maske ja in teil von mir ist … das mit dem herzn leben total der weg is uns alle und nich nur unsere kinder zu begegnen halte ich ganz sicher fuer das wichtigste . die wahrheit leben und sie raus lassen … spueren wenn ich etwas sage ob das sich richtig und gut anspuert oder ob das nur etwas is was ich beigebracht bekommen habe was so sein sollte …
    mein inneres kind freut sich und weint zugleich bei dem gedanken !!!
    <3
    lieben gruss
    joerg

    • Sabine says:

      Hallo Joerg,
      ein guter Punkt. Ich denke, dass wir wir selbst sind, auch mit der Maske – nur eben hinter der jeweiligen Maske versteckt. Und viele Kinder möchten explizit nicht diese Maske sehen, sondern unser Herz. Weil sie wissen, dass die Maske zwar ein Teil von uns ist, aber unser Herz sich hinter der Maske befindet.

      Liebe Grüsse
      Sabine

  2. Nadine says:

    Liebe Sabine,
    Ich habe Deinen Artikel gerade an meinen Verteiler in meiner Gemeinschaft geschickt. Wir haben hier tolle Exemplare der “Erziehungsresistenten” und ganz viele Exemplare von denen, die sich weigern ihre Masken abzulegen. Das hat mich jetzt dazu gebracht, dass ich meine Gemeinschaft verlassen werde. Für mich ist es sehr wichtig mit Menschen zusammen zu sein, die ohne Masken sind oder wenigstens daran arbeiten Sie abzulegen. Ich bin bestimmt auch nicht immer zu 100% authentisch. Aber ich weiß, dass jeder Ärger jede “Respektlosigkeit” und sowieso jeder Gesanke und jedes Gefühl von mir selbst gemacht ist. Nicht von meinem Gegenüber… egal wie alt dieser sein mag.
    Kuss und hoffentlich sehen wir uns mal wieder.

  3. Das kann ich aus Erfahrung nur bestätigen. Mein Sohn, 1973!!!!, geboren, war mein größter Lehrmeister. Er hat mich durch seine ständige Verweigerung in meine tiefsten Tiefen gezwungen, bis auf den heutigen Tag “duldet” er keine, wie sag ich das mal, unausgegorenen Standpunkte meinerseits. Er merkt SOFORT, wenn ich ihm nicht aus meinem wahren Kern begegne. Ich “wusste”, dass er umgekehrt nur dadurch auch seinen ureigenen Weg finden und gehen werden kann. Kein leichter, aber lohnenswerter und erfüllender Weg. Bin zutiefst dankbar dafür.

    • Sabine says:

      Hallo Hildegard,
      vielen Dank für`s Schildern Deiner Erfahrungen! Ich finde es immer wieder so schön zu hören, dass dieser Weg sich definitiv lohnt. Ich selbst bin davon überzeugt, weil ich so vieles bereits lernen durfte und noch so vieles lernen darf. Nochmals danke für Deine Worte und herzliche Grüsse,

      Sabine

  4. Inge says:

    Hallo!
    Mir fällt es unheimlich schwer meine Masken abzulegen. Ich weiß eigentlich gar nicht wer ich bin. Mein Sohn zeigt es mir Tag für Tag. Und jeden Tag denke ich mir, dass ich nicht so sein will wie ich bin. Aber wir schaffen ich es nur aus dieser Spirale hinaus? Hast du Tipps zur Selbstfindung?
    Lg Inge

    • Sabine says:

      Hallo Inge,

      wenn wir so lange nicht sein durften wer wir wirklich sind, ist es ganz normal, dass es etwas Zeit braucht, um wieder zu uns zurück zu finden. Meiner persönlichen Erfahrung nach geht das Schritt für Schritt oder auch Schrittchen für Schrittchen 😉 Aber auch diese kleinen Schrittchen führen uns zurück zu uns und lassen uns so wichtige Erkenntnisse empfangen.
      Weißt Du, ich bin auch noch nicht ganz bei mir selbst angelangt und weiß auch nicht, ob ich es jemals werde – aber das ist okay, denn ich weiß dass meine Kinder meine zuverlässigen Begleiter sind. Begleiter, die mich immer wieder auf den Weg stupsen. Wichtig ist für mich persönlich das Bewusstsein dafür zu haben und auch den Mut aufzubringen gewisse Selbstverständlichkeiten zu hinterfragen.
      Und dabei zu mir selbst liebevoll und geduldig zu sein.

      Es darf Zeit brauchen, Masken abzulegen. Für einige Masken braucht es einfach etwas mehr Zeit zur Ablösung, wieder andere Masken lösen sich leichter.

      Unsere Kinder weisen uns unerbittlich auf unsere Masken hin und oftmals bedarf es eines ganz genauen Hinblickens auf unsere Situation, unsere eigene Erziehung, unsere Vergangenheit. Genau das und das Annehmen dessen, schafft dann “Aha-Erlebnisse”, in welchen wir verstehen werden warum wir in jener Siuation entsprechend reagiert haben und unser Kind “rebelliert” hat.

      Ich wünsche Dir viel liebevolle Geduld mit Dir selbst und den Mut scheinbare Selbstverständlichkeiten zu hinterfragen – dann wirst Du mit Deinem jetzt vorhandenen Bewusstsein die ersten Masken sicherlich bald ablegen können.

      Herzliche Grüße
      Sabine

      • Uwe says:

        Hallo Sabine,

        sicherlich ist es gut über seine Masken nachzudenken. Aber für deine Kinder musst du das nicht tun. Da sie direkt hindurchsehen können. Das liegt daran, dass sie es auf eine andere Art verarbeiten.
        Wenn man jemanden etwas mitteilen möchte, dann teilt man zu ca. 16% über die Sprache mit. Die restlichen 84% verständigt man sich über Mimik, Gestik, Artikulation und des Gedächis mit.
        Das soll heißen, wenn man mit der “Maske” spricht können die Kinder die Wahrheit immer herausfiltern. Sogar soweit, das man sich selbst ertappt fühlt.

        Vielleicht haben sie oder möchten Sie sich weiter darüber Informieren. Dann möchte ich Sie bitten sich einmal mit Hochsensibilität (HS/HSS) * Hochbegabung (HB) * Synesthesie zu beschäftigen.

        Ich erlaube mir das zu schreiben, weil ich auch zu den betroffenen Kindern zähle. Nur mittlerweile ein “Erwachsener” bin.

        • Sabine says:

          Hallo Uwe,

          vielen Dank für Ihre Worte. Genau das ist es, was ich meine 🙂 Unsere Kinder sehen durch unsere Masken hindurch und ich fände es schön, wenn viele Menschen sich dessen bewusst werden.

          Herzliche Grüsse
          Sabine

  5. Mel says:

    Liebe Sabine,

    Ich bin ganz ergriffen von Deinen Worten! Genau das läuft hier bei uns ab und ich habe viele Bücher und Blogs gelesen, bis ich tatsächlich gestern abend mit meinem Mann genau diese Erkenntnis hatte: unsere Tochter ist so, wie sie ist, weil sie nach UNS sucht, wir sind nicht wirklich WIR sondern nur Statisten! Und jetzt schreibst Du diese tollen Zeilen heute dazu und fasst es so wunderbar zusammen – unglaublich! Ich glaube, dass es das in so vielen Familien gibt… die müden Eltern und das “störrische” Kind, das immer noch und noch mehr möchte und nichts scheint zu passen. Ich dachte, wir machen alles so richtig, warum geht es unserem Kind nicht gut, es scheint doch alles zu haben? Wir haben ein Familienbett, bedürfnisorientietes Künmern, haben genug Zeit und stopfen unsere Nachmittage auch nicht mit Programm zu.. scheint doch alles so zu sein, wie es ein Kind braucht!? ….aber eins hat gefehlt: vor lauter Rush Hour des Lebens waren WIR selbst nicht anwesend, sondern ziemlich gestresst und haben, um gute Eltern zu sein und den Stress, welchen wir so mitbringen, zu kompensieren, unser wahres Ich nach hinten gestellt.. wir wurden “gute Laune Papa” und “gute Hausfrau Mama”, obwohl wir selbst in diesen Rollen nie gut waren 🙂 Ich esse gerne Süssigkeiten auf dem Sofa, lasse die Papierchen liegen und schaue Netflix oder lese eine Zeitschrift! vor den Kids habe ich anstatt dessen nichts dergleichen gemacht, sondern ermahnt, immer schön am Tisch zu essen. Musste ich ja dann auch immer machen. Dieses Selbstverbiegen!! was für ein Blödsinn. Das nur als kleines Alltagsbeispiel. Jedenfalls: du hast so Recht!Freiheit für alle Eltern und Kinder, und dann konnt auch eine doppelte Portion gute Laune zurück, da bin ich mir ganz sicher. Das ist ein absolutes Zeitgeist-Familien-Phänomen.
    Hinzu kommt dann noch, auch oft durch die eigene Kindheit/Geschichte, die Frage: ja stimmt, wer bin ich denn eigentlich? Was entspricht mir denn, was will ich wirklich und wie fühle ich mich wohl?

    Es lohnt sich, diesen Weg zu gegen und wirklich in sich selbst hineinzuschauen!

    Alles Liebe, Mel

    • Sabine says:

      Liebe Mel,

      danke für’s Berichten Deiner Erfahrungen! Wie schön, dass meine Worte so zeitgleich mit Euren Erkenntnisse kamen 😀 Oh ja, diesen (manchmal gar nicht so einfachen) Weg zu gehen lohnt sich definitiv! ❤️

      Herzliche Grüße
      Sabine

  6. Anonym says:

    Total ins Schwarze getroffen! Nur wie findet Mann oder Frau sich wieder ohne die Maske? Einfach alles abschütteln und von vorne anfangen, ohne Druck und Regel und ohne alte Muster? Wäre es das? Aber das meiste ist so tief in uns eingraviert. Puh …

    Ich könnte glücklicherweise einen total Rundumschlag machen und eine Menge ändern, zum Wohle aller, aber es fehlt ein Schritt, aber ich sehe ihn einfach nicht, obwohl mein Spiegel zeitweise sehr aktiv ist … es macht mich schon wirr.

    Wie würdest du den “Wandel”
    Von dir selbst beschreiben?

    Tut mir leid aber ich möchte anonym bleiben, weil ich den Link schon fleißig teilte und nicht möchte das jeder meine Zeilen hier liest… 😉

    • Sabine says:

      Hallo, vielen Dank für Deine Zeilen.
      Das Ablegen der Masken ist oft wirklich nicht einfach, daher verstehe ich sehr gut, was Du schreibst. Du frägst nach meinem persönlichen Wandel: In der Babyzeit hatte ich schlicht auf die Bedürfnisse meiner sehr willensstarken Tochter reagiert- sie viel getragen, gestillt etc – schon da lernte ich mich langsam von einigen Masken zu lösen, allerdings noch nicht bewusst. Erst mit den Jahren habe ich realisiert, dass sie immer – wirklich immer – dann “rebelliert”, wenn ich nicht authentisch bin. Wenn ich eine Maske aufhabe. Und natürlich nicht nur bei mir, sondern auch bei anderen Menschen. Ich befinde mich nach wie vor im Prozess und reflektiere mein Verhalten und meine Denkweisen. Ich denke, allein ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, was unsere Kinder uns sagen möchten, ist ein guter Anfang. Und auch immer zu reflektieren, warum sich unsere Kinder in bestimmten Situationen “rebellisch” oder respektlos verhalten (hast Du auch meinen verlinkten Blogartikel zu diesem Thema gelesen? Er ist evtl auch hilfreich für Dich)

      Herzliche Grüße
      Sabine

    • Anett says:

      Hallo “Anonym”, vielleicht ist dieser eine Schritt, ich sage mal systemisch bedingt. Sobald du geboren worden bist, erhältst du eine Geburtsurkunde mit Name, Religion, Nationalität, Rassenzugehörigkeit …den Rest deines Lebens bist du dann damit beschäftigt, diese fiktive Identität -deine sogenannte PERSON- (Maske) zu verteidigen.
      ERZIEHEN müssen wir nur, um unsere Kinder ins System einzugliedern. Daher entstehen dann auch die Verwerfungen zwischen unserem Tun und dem, was wir von den Kindern einfordern. Besinnen wir uns aber wieder auf unsere menschlichen Stärken, können wir endlich wieder frei schöpferisch tätig sein. Frei nach dem Motto, hier bin ich Mensch hier darf ich`s sein. Liebe Grüße aus Dresden

  7. Nina says:

    Liebe Sabine
    Vielen lieben Dank für diesen tollen Artikel. Ich hatte gerade einen riiiiiiiiesen Aha-Moment. Wir haben ein so rebellisches Exemplar. 😉 Und je mehr ich probierte an unserem Sohn rumzuerziehen, desto schlimmer wurde es. Seit ich aber so authentisch bin, wie du es schreibst, haben unser Sohn und ich ein wundervolles miteinander gefunden, mit so viel gegenseitigem Respekt und Liebe.
    Liebe Grüsse, Nina

    • Sabine says:

      Liebe Nina,
      vielen Dank für’s Mitteilen Deiner Erfahrungen! Das klingt wunderbar stimmig und ich freue mich sehr, dass Ihr Euren Weg gefunden habt!

      Herzliche Grüße
      Sabine

  8. Alina says:

    Danke für diesen Post, ich hatte Tränen in den Augen. Es beschreibt genau unsere Situation mit unseren 2 Wilden und unsere eigenen Kindheiten… Wirklich vielen Dank für den zutreffenden, berührenden Post ❤

  9. Beatrice says:

    Das ist mal eine interessante und andere Sichtweise. Ich habe ein solches rebellisches Kind. Ich sehe es zwar nicht als Machtkampf mit mir, aber dennoch habe ich immer versucht zu verstehen, WAS sie von mir will. Vielleicht ist es genau das? Und so manches Mal, wenn ich nicht mehr konnte und laut wurde und sogar türeknallend mal Luft schnappen musste, hat sie mich überrascht. Wenn ich mich dann entschuldige, sagt sie, das müsste ich nicht. Sie hat es mir bisher auch nie übel genommen, wenn ich wütend war.

    • Sabine says:

      Hallo Beatrice, vielen Dank für’s Teilen Deiner Erfahrungen.
      Oft ist ja genau das “ich kann jetzt nicht mehr” unsere wahre Grenze – also der Punkt, der unsere Maske fallen lässt. Genau das, wonach unsere Kinder gesucht haben. Und deshalb erwarten unsere Kinder auch gar keine Entschuldigung…

      Herzliche Grüße

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