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Meine Gedanken zur Erziehung

Erziehung, was ist das eigentlich? Ein Kind er-ziehen, es ziehen. Ein Kind muss also gezogen werden.

“Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht”

besagt dagegen ein afrikanisches Sprichwort.

Je mehr wir versuchen an unseren Kindern herumzuziehen, desto mehr entwurzeln sie sich von ihrer angeborenen Gabe die Welt voll Freude mit allen Sinnen entdecken zu wollen. Wir er-ziehen sie, weil wir denken, wir müssten sie etwas lehren und sie gesellschaftskonform machen. Damit sie überleben in unserer Gesellschaft, damit sie etwas werden. Schließlich ist das Leben kein Ponyhof.

Wir er-ziehen unsere Kinder meist unbewusst – und zwar weil wir selbst er-zogen wurden. Wir haben die Worte unserer Eltern und unseres gesellschaftlichen Umfelds noch im Kopf. Sich davon zu lösen ist ein Prozess, ein Prozess, der bei uns selbst anfängt. Der uns ins Überlegen bringen kann, was uns Er-Ziehung eigentlich gebracht hat und wohin sie uns führt. Und wohin uns Nicht-Er-Ziehung führen könnte. Unter die Brücke? Oder vielleicht doch genau an den Ort, an dem wir unsere Gaben und Fähigkeiten ausleben dürfen? Vielleicht sogar ganz bewusst abseits der Anti-Ponyhof-Gesellschaft, die unsere Kinder darauf trimmt in der Ellenbogen-Gesellschaft zu überleben.

Ich will nicht überleben, ich will leben.Und ich entschied mich irgendwann relativ unbewusst dafür meine Kinder nicht zu er-ziehen- meine starke Tochter hatte mir sehr schnell klar gemacht, dass sie nicht gezogen werden möchte. Sie ist stark genug ihren Weg zu finden und stark genug uns Eltern und andere Menschen um Hilfe zu bitten bei Fragen, die auf dem Weg auftauchen. Auch wenn große Teile unserer Gesellschaft glauben, dass wir gezogen werden müssen – ich glaube es nicht mehr, denn ich sehe jeden Tag die begeisterten, leuchtenden, wissensdurstigen Augen meiner Kinder und beantwortete ihre unzähligen Fragen.

Ich glaube daran, dass Kinder weniger durch Er-Ziehung, dafür umso mehr durch das Spiel lernen.
Ich fände es schön, wenn mehr Menschen sich auf den Gedanken des Nicht-Er-Ziehens einlassen würden. Denn wir können durch unsere Reflexion so vieles über unsere Kinder und uns selbst lernen. Wer weiß schon noch, wer er war, bevor er er-zogen wurde?

Was denkst Du darüber? Ich freue mich über Deinen Kommentar.

Herzlichst,

Sabine

 

 

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