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5 wertvolle Tipps für Deine erfolgreiche Ernährungsumstellung

Hast Du schon mal versucht, Deine Ernährung umzustellen? Dich gesünder zu ernähren? Deine Familie gesünder zu ernähren? Oder bestimmte Lebensmittel wegzulassen?

Bist Du gescheitert?

Ich bin es oft. Ich habe einige Jahre gebraucht, um meinen Weg zu finden.

Ich habe meinen Weg gefunden, mich endlich so zu ernähren, dass es mir richtig gut geht. Ich bin endlich frei von ernährungsbedingten Beschwerden und habe es geschafft, nicht ständig in diverse Süchte zurück zu verfallen. Mehr dazu kannst Du hier lesen.

Ich möchte Dir gerne ersparen, diesen langen Weg zu gehen und Dir daher 5 hilfreiche Tipps an die Hand geben, wie Du es schaffen kannst Deine Ernährung auf Dauer umzustellen.

Auch mit Kindern, einem andersdenkenden Partner oder an Dir zweifelnder Verwandtschaft ist es möglich, dass Du Deine Gewohnheiten verändern und Dich gesund ernähren kannst.

Fangen wir an:

1. SEI DIR IM KLAREN DARÜBER, WAS DU VERÄNDERN MÖCHTEST

Wie genau möchtest Du Deine Ernährung umstellen? Was genau hast Du für Vorstellungen? Was sind Deine Ziele?

Überlege vorab:

Was GENAU möchtest Du verändern?

Zum Beispiel: Möchtest Du vegetarisch leben? Veganer werden? Glutenfrei leben? Weniger Süßigkeiten essen? Auf zuckerfreie Ernährung umstellen?

Setze Dir klare Ziele!

Sage zum Beispiel nicht: Ich möchte gesund leben.

Oder sage nicht: Ich möchte weniger Fleisch essen.

Es ist natürlich schön, wenn Du das möchtest, aber Du solltest Deine Ziele klarer formulieren.

Sage anstatt dessen zum Beispiel: Ich möchte mehr Rohkost anhand von Smoothies zu mir nehmen. Und noch besser: Ich möchte mehr Rohkost anhand von Smoothies zu mir nehmen und trinke daher jeden morgen einen Smoothie.

Oder: Ich möchte Vegetarier werden und definitiv kein Fleisch / einmal pro Woche Fleisch essen.

Schreibe Dir diese Ziele auf.

Am besten in ein kleines schönes Büchlein oder ein Blatt Papier, welches Du in einen Ordner einheftest.

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Ja wirklich, das macht wahnsinnig viel aus. Zum einen, weil es Dir meiner Erfahrung nach gut tun wird, Deine Wünsche niederzuschreiben. Zum anderen, weil Du nun Deine Ziele besser “vor Augen” hast – und zwar schriftlich, aber auch vor Deinem inneren Auge.

Und glaube mir, es wird Dich sehr glücklich machen, wenn Du Deine niedergeschriebenen Ziele einige Zeit später ansiehst und viele der Punkte bereits erreicht hast – und Du sie abhaken kannst. Für mich persönlich ist dieser Punkt tatsächlich sehr wichtig. Daher lege ich Dir sehr ans Herz, Deine Ziele auf Papier zu bringen.

 

2. BEGINNE MIT DER PLANUNG DEINER ERNÄHRUNGSUMSTELLUNG

Aus Erfahrung kann ich sagen, dass es ohne vorherige Planung schwierig werden wird, Deine Ernährung erfolgreich umzustellen.

Es gibt Menschen, bei denen das klappt. Dazu gehöre ich leider nicht 😉 Ich habe einige Male versucht, meine Ernährung von einen Tag auf den anderen zu verändern – aber es hat schlicht nicht funktioniert.

Von heute auf morgen wollte ich Veganer werden und keinen Industriezucker mehr essen. Aber mit einem Kühlschrank voller Kuhmilchprodukte, einem Vorratsschrank voller Süßkram und wenig Ideen für vegane Alternativen, war dieses Projekt jedes Mal zum Scheitern verurteilt.

Genaue Planung

Aber keine Sorge – ich selbst bin ein total spontaner Mensch und bin mir ziemlich sicher, dass Dir die Planung viel Freude bereiten wird 😉

Das kann durchaus ein paar Tage in Anspruch nehmen. Wenn Du Deine Ernährung umstellen willst, hast Du vielleicht schon von einigen Alternativen zu Deiner bisherigen Ernährung gehört. Such Dir Rezepte, geh eventuell in einen Buchladen und schau Dich dort nach einem passenden Rezeptbuch um. Oder lass Dir im Bio-Laden oder Reformhaus helfen bei der Auswahl von Produkten, die zu Deinem künftigen Ernährungsstil passen.

Ich persönlich hatte mir tatsächlich ein Kochbuch gekauft und anhand dieses Buches entsprechende Zutaten besorgt. So war ich zum Beispiel auf Nussmuse aller Art gestoßen, welche ich ab diesem Zeitpunkt als Aufstrich oder Süßigkeit gegessen hatte. Rezepte und das Wissen um Ersatzprodukte empfinde ich im Nachhinein als ziemlich wichtig für den Start in eine neue Ernährungsform.

Besorge Dir Nahrungsmittel, die zu Deiner neuen Ernährungsform passen.

Hier einige Beispiele:

Wenn Dein Ziel Industriezuckerfreiheit ist, dann besorg Dir Alternativen zu Industriezucker, wie z.B. Datteln, Xylit, Kokosblütenzucker, Agavendicksaft.

Wenn Dein Ziel Fleisch-Freiheit ist besorge Dir viel Obst, Gemüse, eventuell Fleischersatz, geeignete Aufstriche und alles was Dir fleischfrei so schmeckt oder schmecken könnte.

 

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Mach Dir klar, dass Du zuhause nur DAS essen kannst, was Du auch zuhause HAST. Und dafür solltest Du das entsprechend Richtige im Haus haben. Ja, ich weiß, dass das seltsam klingt, aber ich habe damit so meine Erfahrungen gemacht:

Ich hatte wahnsinnig oft irgendeine Zutat nicht daheim, die zu meiner neuen Ernährungsform gepasst hätte. Ich wollte aber eigentlich nicht wieder in meine alten Gewohnheiten zurück verfallen, musste es aber, weil mich der Hunger dazu getrieben hat. Mit hungrigen Kindern mal kurz vor dem geplanten Essen in den Laden fahren, um diese oder jene Zutat zu kaufen, ist ziemlich unvorteilhaft. Ja, man kann es tun, aber es bedeutet nicht wirklich Spass – für mich zumindest nicht 😉

An einem anderen Beispiel erklärt: wenn Du Deinen Industriezucker-Anteil in der Ernährung minimieren möchtest, wird es Dir mit einem Schrank voller industriell gefertigter Süssigkeiten verdammt schwer fallen, standhaft zu bleiben, wenn Du mal Lust auf Süßes verspürst.

Setze Dir einen klaren Termin für den Abschluss Deiner Vorbereitungen.

Schätze ein, wieviel Zeit Du dafür brauchen wirst. Das kann eine Woche sein, das kann auch ein Monat sein. Aber: setze Dir einen Termin. Das wird Dir helfen, Dein Ziel klarer vor Augen zu sehen.

Und schreibe auch diesen Termin am besten schriftlich nieder.

Und nun:

Setze Dir einen Start-Termin.

Wann möchtest Du beginnen mit Deiner Ernährungsumstellung?Auch hier: am besten schriftlich.

 

3. LASS DICH NICHT ENTMUTIGEN

Wenn Du starten möchtest, bist Du vielleicht voller Euphorie und würdest am liebsten jedem von Deinen Plänen erzählen.

Erzähle mit Bedacht.

Es werden nicht alle begeistert sein. Es werden ziemlich sicher Gegenstimmen kommen. Es werden Dir Menschen ungefragt erklären, weshalb Du dies oder jenes Lebensmittel unbedingt wieder auf Deinen Speiseplan nehmen solltest oder was Du unbedingt weglassen musst.

Gehe Deinen Weg.

 

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Du hast einen Grund, weshalb Du Deine Ernährung umstellen möchtest – und diesen Grund kennst DU am besten!

Stehe innerlich dazu.

Wenn Du Sorge hast, dass Du “schwach” wirst oder schlicht keine Lust auf Diskussionen und Erklärungen hast, erzähle niemandem oder nur ausgewählten Menschen davon.

Natürlich wird Dein Umfeld irgendwann beim gemeinsamen Essen merken, dass Du bestimmte Dinge nicht mehr isst. Wenn Du in der Umstellungsphase Sorge vor den Reaktionen hast, überlege Dir wie Du in entsprechenden Momenten reagierst, z.B. mit einem ganz einfachen “Danke, ich hab gerade keine Lust auf Lebensmittel xy”.

 

5. LASS KLEINE SÜNDEN ZU UND LERNE DARAUS.

Wenn Du dann in der Phase der Ernährungsumstellung angekommen bist, bin ich mir sehr sicher, dass Dir folgendes passieren wird:

Du begegnest kulinarischen Versuchungen, welchen Du nicht widerstehen kannst.

Lass diese Versuchungen zu.

Und zwar in einem bestimmten Maße. Du wirst mit der Zeit lernen, welchen Versuchungen Du widerstehen kannst und welchen besser nicht.

Du wirst lernen, welche Nahrungsmittel Du besser künftig ganz meidest und bei welchen Du mal eine kleine Ausnahme machen kannst.

Zum Essen gehört mehr als nur pure Nährstoffaufnahme. Zum Essen gehören Freude, Genuss und Glücklichsein.

Essen soll Spass machen.

Es gibt so viele super leckere gesunde Rezepte und Du wirst sie nach und nach lernen zuzubereiten. Mach Dich nicht fertig, weil Du mal Lust auf was “Ungesundes” hast und dem Verlangen nachgibst. Du musst nicht perfekt sein – das Streben nach Perfektion wird Dich hemmen. Frei nach Winston Churchill:

Die Maxime

“Es muss perfekt sein”

sollte man Lähmung nennen.

Bei mir sind das zum Beispiel die wirklich leckeren Torten meiner Mutter. Nein, keine fettigen Buttercreme-Torten – aber dennoch nicht unbedingt meiner neuen Ernährungsweise entsprechend.

 

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Vor allem einem Torten-Klassiker meiner Mutter kann ich nicht widerstehen – und ich will es auch nicht mehr. Denn ich habe so meine Erfahrungen damit gemacht:

In meinen perfektionistischen Zeiten habe ich mich gezwungen auf diese Torte zu verzichten. Ich wurde trotzdem wieder zuckersüchtig. Das lag dann hauptsächlich an der Schoki, die ich zu Hause im Küchenschrank liegen hatte. Ich habe gelernt, dass der Genuss dieses Stücks Torte mich weder in die Zuckersucht zurück fallen lässt noch mir sonstwelche Beschwerden bereitet. Also genieße ich dieses Stück – oder auch zwei – und zwar mittlerweile ganz ohne schlechtes Gewissen.

Die überzuckerte Discounter-Schoki ist eine andere Sache bei mir: hier habe ich lernen dürfen, dass ich sie besser nicht mehr anrühre. Sie lässt mich wahnsinnig schnell zurück in die Zuckersucht fallen und tut mir nebenbei körperlich nicht gut. Ich habe daraus meine Konsequenzen gezogen und leckere gesunde Alternativen gefunden, die ich bei Lust auf Süßes naschen kann.

Klar wäre es toll, erst gar nicht in Versuchung zu kommen. Und klar gibt es Menschen, die scheinbar tatsächlich allen kulinarischen Versuchungen widerstehen können. Aber:

Es bringt nichts, wenn Du Dich fertig machst.

Und es bringt noch weniger, wenn Du deswegen aufgibst.

Knabber also bitte nicht unglücklich oder gar angewidert an einer Möhre herum, wenn Du eigentlich gerne ein Stück Pizza genießen würdest. Ja: genießen. Wenn Du Lust auf etwas in Deinen Augen “Ungesundes” hast, dann hab auch mal Spass daran: Genieße diese kleine Sünde in vollen Zügen und mit viel Freude.

 

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Lass zu, dass Du aus Deinen Fehlern lernen kannst. Dazu musst Du aber erst wissen, was genau Dein Körper als Fehler ansieht. Das kannst nur Du für Dich herausfinden und ich ermutige Dich sehr, Dich nicht durch übertriebenen Perfektionismus aufhalten zu lassen.

Dein Körper wird es Dir danken, wenn Du einfach anfängst.

Anfängst Dich gesünder zu ernähren. Wenn Du z.B. anfängst, ab und zu einen Smoothie zu trinken. Wenn Du anfängst, weniger industriell Gefertigtes zu essen. Anfängst, auf Deinen Zuckerkonsum zu achten. Wenn Du einfach anfängst, Dich hin zu Deiner Wunschkost zu bewegen.

Eine Ernährungsumstellung klappt nicht immer von heute auf morgen. Aber dein Körper wird es Dir danken, wenn Du einfach anfängst. Und wenn Du weitermachst – trotz Rückschlägen.

 

6. MACH WEITER – TROTZ RÜCKSCHLÄGEN

Du wirst durch Deine Rückschläge lernen. Du wirst vielleicht sogar daraus lernen, wie gut Dir Deine neue Ernährungsweise tut. Das klingt vielleicht erst einmal komisch.

Aber Rückschläge gehören dazu.

Sieh sie positiv.

Das Wichtigste ist, dass Du daraus lernst und weiter gehst.

Denke nicht: “Rückschläge dürfen mir nicht passieren” oder “Alle anderen schaffen es doch auch” oder “Ich schaffe das niemals”.

Ich wäre mir nicht so sicher, ob alle anderen, die es angeblich schaffen sich zu 100% auf Deine gewünschte Weise zu ernähren, auch tatsächlich keine Rückschläge zu verbuchen haben.

Rückschläge dürfen passieren.

Sehe Sie als Chance, Dich zu verbessern und Deine Ernährung gegebenenfalls anzupassen. Dinge zu verändern.

Wenn Du Rückschlägen die Chance gibst, daraus zu lernen, wirst Du bestimmt erfolgreich sein. Du wirst lernen, welche Ernährungsform für Dich am besten ist. Und Du wirst lernen, die Hürden des Alltags in Bezug auf Deine Ernährung zu umschiffen.

Du wirst so vieles lernen und dieser Lernprozess wird andauern. Vermutlich wird er Dich fortwährend begleiten. Ich selbst befinde mich noch in diesem Prozess- auch ich erlebe ab und an kleinere Rückschläge, die ich allerdings nicht mehr als solche benenne. Für mich sind es schlicht Lernprozesse, die ich durchlaufe. Ich bin nicht perfekt und habe nicht mehr den Anspruch daran.

Und Du musst auch nicht perfekt sein.

Also – wie wäre es, gleich anzufangen?

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Hast Du Fragen oder Anregungen? Dann schreib mir, ich freu mich darauf.

Ich wünsche Dir viel Spass und Erfolg bei Deinem Start in eine gesunde Ernährung.

Herzliche Grüsse,

Sabine

 

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